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Was ist Lux?
Grundlagen
Beleuchtungsstärke

Was ist Lux?

Was sagt eine Lux-Zahl aus? Der Beitrag erklärt die Beleuchtungsstärke, ihre Messung und weshalb ein Messwert allein die Lichtqualität eines Raums nicht beschreibt.
Die Kurzantwort

Lux ist die Einheit der Beleuchtungsstärke. Ein Lux entspricht einem Lumen pro Quadratmeter auf einer Fläche. Der Wert beschreibt nicht unmittelbar, wie hell eine Oberfläche erscheint, und bewertet weder Blendung noch Farbwiedergabe. Für die Planung müssen Messfläche, Nutzung und Lichtverteilung bekannt sein.

Lux und Lumen: der Unterschied

Lux (lx) ist die Einheit der Beleuchtungsstärke: Sie beschreibt den auf eine Fläche einfallenden Lichtstrom je Fläche. Ein Lux entspricht einem Lumen pro Quadratmeter. Lumen bezeichnet den Lichtstrom der Lichtquelle, Lux die Situation an einem bestimmten Ort.

Ein vereinfachtes Rechenbeispiel: Treffen 1000 Lumen gleichmässig auf einen Quadratmeter, beträgt die Beleuchtungsstärke 1000 Lux. Verteilt sich derselbe auftreffende Lichtstrom gleichmässig auf zehn Quadratmeter, sind es 100 Lux. In einem realen Raum beeinflussen Optik, Abstand, Einfallswinkel und Reflexionen das Ergebnis.

Lux misst nicht unmittelbar die wahrgenommene Helligkeit. Eine helle und eine dunkle Oberfläche können bei gleicher Beleuchtungsstärke unterschiedlich hell erscheinen. Für diese Betrachtung ist auch die Leuchtdichte relevant. Die CIE definiert die Beleuchtungsstärke als eigene photometrische Grösse.

Lux-Angaben nachvollziehbar machen

Angabe Weshalb sie nötig ist
Messfläche Zum Beispiel Arbeitsplatte, Buchseite oder vertikale Fläche
Position Messpunkte und Sensorhöhe festhalten
Betriebszustand Lichtszene, Dimmung und Tageslicht dokumentieren
Beurteilung Messwerte mit Sehaufgabe und weiterer Lichtqualität abgleichen

Beleuchtungsstärke nach der Sehaufgabe planen

Ein Wohnzimmer wird zum Lesen, Fernsehen, Reden und Aufräumen genutzt. Ein einziger Wert für den ganzen Raum bildet diese Aufgaben nicht ab. Lege stattdessen fest, auf welcher Fläche für welche Tätigkeit Licht benötigt wird.

Persönliches Sehvermögen, Kontraste und Tageslicht beeinflussen den Bedarf. Empfehlungen sind Ausgangspunkte für die Planung und ersetzen nicht die Prüfung der konkreten Situation. Für Arbeitsplätze sind zusätzlich die jeweils anwendbaren Anforderungen zu berücksichtigen.

Wie sich unterschiedliche Aufgaben räumlich zuordnen lassen, zeigt Lichtplanung im Neubau.

Wie misst man Lux?

Ein geeignetes Luxmeter misst auf der Fläche, die für die Sehaufgabe relevant ist. Richte den Sensor entsprechend aus, etwa horizontal auf einer Arbeitsplatte oder vertikal auf einer Wand. Halte Messpunkte, Lichtszene und Tageslichtbedingungen fest. Schatte den Sensor nicht mit deinem Körper ab.

Auch zu Hause können solche Messungen helfen, Unterschiede zu verstehen. Smartphone-Apps sind wegen unterschiedlicher Sensoren und fehlender Kalibrierung nur eingeschränkt vergleichbar. Für Planungsnachweise und Abnahmen braucht es ein geeignetes Messgerät und ein nachvollziehbares Verfahren. Der Messwert wird zusammen mit Blendung, Verteilung und Nutzung beurteilt.

Warum mehr Lux nicht automatisch besser ist

Der gleiche Messwert auf einem Tisch kann zu sehr unterschiedlichen Raumeindrücken gehören. Eine sichtbare helle Lichtquelle kann blenden, während Wände dunkel bleiben. Ein hoher Mittelwert sagt zudem wenig darüber aus, ob einzelne Arbeitsstellen ausreichend beleuchtet sind.

Beurteile deshalb die Verteilung und die Blickrichtungen zusammen mit den Lux-Werten. Der Beitrag Lichtplanung im Neubau erklärt die Abstimmung von Lichtaufgaben und Blendungsbegrenzung.

Welche Rolle spielen Lumen, CRI und Farbtemperatur?

Lumen, Lux und Ra beantworten unterschiedliche Fragen. Lumen beschreibt den Lichtstrom einer Quelle, Lux das einfallende Licht auf einer Fläche. Ra bewertet einen Teil der Farbwiedergabe gegenüber einer Referenz.

Die Farbtemperatur beschreibt den Ton des weissen Lichts. Hinzu kommen Verteilung, Blendungsbegrenzung und die Anpassung an die Nutzung. Erst diese gemeinsame Betrachtung erlaubt eine Beurteilung der Beleuchtung.

Praktische Empfehlungen für Zuhause

Richte Licht auf die Flächen, auf denen du es brauchst. Eine Lesestelle oder Küchenarbeitsfläche kann mehr Licht benötigen als die Umgebung. Ergänze diese Aufgabenbeleuchtung durch passende Raumbeleuchtung, damit keine störenden Helligkeitssprünge entstehen.

Separat bedienbare Lichtgruppen und geeignete Dimmer helfen, unterschiedliche Nutzungen abzudecken. Prüfe die Wirkung aus den üblichen Sitz- und Stehpositionen. Bei einem Umbau sollten Anschlüsse und Steuerung früh mitgeplant werden.

Schlussfolgerung

Lux hilft zu beurteilen, ob auf einer bestimmten Fläche genug Licht für die Sehaufgabe ankommt. Zur Beurteilung der gesamten Beleuchtung gehören ebenso Blendung, Lichtverteilung, Farbwiedergabe und Bedienung. Eine passende Lichtmenge und eine angenehme Raumwirkung werden gemeinsam geplant.

Was ist der Unterschied zwischen Lux und Lumen?

Lumen beschreibt den gesamten Lichtstrom einer Lichtquelle. Lux beschreibt, wie viel davon auf einer bestimmten Fläche ankommt. Dieselbe Leuchte kann je nach Abstand, Abstrahlwinkel und Raumgeometrie sehr unterschiedliche Luxwerte erzeugen.

Wie viel Lux braucht ein Wohnzimmer?

Für eine allgemeine Wohnraumbeleuchtung können ungefähr 100 bis 200 Lux als Orientierung dienen. Zum Lesen oder für andere konzentrierte Tätigkeiten sind auf der jeweiligen Nutzfläche eher 300 bis 500 Lux sinnvoll. Entscheidend ist eine Kombination verschiedener Lichtarten, nicht ein einheitlicher Wert im ganzen Raum.

Gibt es eine Norm für Lux-Werte in der Wohnung?

Für die private Wohnnutzung gibt es keine allgemeine Lux-Zahl, die für jeden Raum und jede Tätigkeit gleich passt. Anforderungen für Arbeitsplätze oder besondere Nutzungen dürfen nicht pauschal auf die ganze Wohnung übertragen werden. Kläre die für das konkrete Projekt massgebenden Planungsgrundlagen.

Wie misst man Lux?

Lux wird mit einem Luxmeter auf der relevanten Fläche gemessen. Das Messgerät sollte dort positioniert und ausgerichtet werden, wo die Sehaufgabe stattfindet. Smartphone-Apps können grobe Vergleiche ermöglichen, sind für verlässliche Planungs- oder Abnahmemessungen aber nicht ausreichend.

Warum reicht Lux allein nicht aus, um gutes Licht zu beurteilen?

Weil Lux nichts über Farbwiedergabe, Blendung oder Lichtverteilung aussagt. Ein Raum mit hohem Lux-Wert kann trotzdem unangenehm wirken, wenn diese anderen Faktoren nicht stimmen.

Warum wird das Licht mit zunehmendem Abstand schwächer?

Mit grösserem Abstand verteilt sich das Licht auf eine grössere Fläche. Bei einer idealisierten punktförmigen Lichtquelle nimmt die Beleuchtungsstärke näherungsweise mit dem Quadrat der Entfernung ab. Wird der Abstand verdoppelt, verbleibt ungefähr ein Viertel der ursprünglichen Beleuchtungsstärke.

Du möchtest das Licht in deinem Zuhause verbessern? In einer persönlichen Lichtberatung klären wir, welche Lösung zu deinen Räumen, deinen Bedürfnissen und deinem Budget passt.

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