Lichtkonzept und Entscheidungsgrundlagen
Aus Räumen, Nutzung und Materialien entwickle ich die Lichtidee mit ihren Schwerpunkten und Stimmungen. Skizzen, Referenzen und bei Bedarf Varianten bilden die Grundlage für Ihre Entscheidungen.

Mein Zugang zur Lichtplanung kommt aus der Architektur und Innenarchitektur. Ich betrachte den Raum mit seiner Möblierung, seinen Materialien und den Menschen, die ihn nutzen. Daraus entwickle ich die Lichtwirkung. Die Auswahl und technische Planung der Lichtwerkzeuge folgen dieser räumlichen Idee.
Sie planen einen Neubau, einen Umbau oder eine umfassende Renovation? Als unabhängiger Lichtplaner aus Küsnacht begleite ich Bauherrschaften und Planungsteams im Raum Zürich und in der ganzen Deutschschweiz, vom frühen Entwurf bis zur Weiterentwicklung einer bestehenden Planung. Lichtpositionen, Raumwirkung und technische Voraussetzungen werden dabei gemeinsam gedacht. Pläne, Bilder und offene Fragen besprechen wir auch über Teams. Termine vor Ort stimmen wir je nach Projekt und Leistungsumfang ab.
Zusammenarbeit besprechen01 · Ausgangspunkt
Licht beeinflusst, wie Räume wahrgenommen und genutzt werden. Viele Voraussetzungen dafür entstehen früh: mit der Raumgeometrie, den Materialien, den Deckenkonstruktionen und der Anordnung von Einbauten.
Wenn die Lichtplanung in dieser Phase einbezogen wird, lassen sich Lichtwirkung und bauliche Voraussetzungen gemeinsam entwickeln. Bei einem späteren Einstieg prüfe ich, welche Möglichkeiten die vorhandene Planung bietet und wo gezielte Anpassungen sinnvoll sind.
Wie Lichtidee und Detailplanung zusammenwirken, zeigt die Studiowohnung an der Josefstrasse in Zürich. Leuchtenpositionen, Lichtbänder und Steuerung wurden für die kompakte Wohnung aufeinander abgestimmt.
02 · Methodik
Am Anfang stehen Architektur, Nutzung und Materialisierung. Ich prüfe die vorhandenen Grundlagen und kläre mit Ihnen, welche Wirkung das Licht im Raum entfalten soll.
Daraus entwickle ich eine Lichtidee: Wo braucht es Licht für eine konkrete Aufgabe? Welche Flächen geben dem Raum Orientierung? Was soll hervortreten, was bewusst zurückgenommen werden? Skizzen und Referenzen machen die Lichtidee nachvollziehbar und helfen bei den gemeinsamen Entscheidungen.
Das abgestimmte Konzept übersetze ich in die vereinbarten Planungsunterlagen. Dazu gehören auch die Anforderungen an Bedienung und Lichtszenen. Die Schnittstellen zu Architektur, Innenarchitektur und Elektroplanung kläre ich laufend mit den Beteiligten.
Ob die geplante Lichtwirkung entsteht, entscheidet sich auch auf der Baustelle. Bei einer randlosen Einbauleuchte müssen beispielsweise Einbaurahmen, Deckenaufbau und Oberflächenbearbeitung rechtzeitig zusammenpassen.
Im vereinbarten Leistungsumfang begleite ich die Umsetzung, erläutere die lichtplanerischen Anforderungen und prüfe vor Ort, ob die Ausführung dem abgestimmten Konzept entspricht. Änderungen beurteile ich auch danach, wie sie die Raumwirkung beeinflussen.
Beim Einleuchten werden die Leuchten ausgerichtet, Dimmwerte abgestimmt und die vorgesehenen Lichtszenen im Raum überprüft. Das Steuerungs- und Szenenkonzept dient als Grundlage für die Umsetzung durch die zuständigen Fachpersonen.
Welche Entscheidungen wann anstehen, erläutere ich im Lichtwissen-Artikel Ablauf einer Lichtplanung in 6 Phasen.
03 · Leistungen
Sie können mich für einzelne Planungsaufgaben oder für eine durchgängige Begleitung bis zum Einleuchten beiziehen. Der Leistungsumfang richtet sich nach Ihrem Projekt und dem Stand der Planung.
Aus Räumen, Nutzung und Materialien entwickle ich die Lichtidee mit ihren Schwerpunkten und Stimmungen. Skizzen, Referenzen und bei Bedarf Varianten bilden die Grundlage für Ihre Entscheidungen.
Lichtberechnungen, Licht- und Leuchtenpläne, Leuchtenlisten und technische Spezifikationen. Dazu gehören die Abstimmung von Positionen und Einbaudetails sowie ein Steuerungs- und Szenenkonzept mit den Anforderungen an Bedienung und Lichtwirkung.
Ausschreibungsunterlagen mit definierten Mengen, Qualitätsanforderungen und Schnittstellen. Ich prüfe Angebote und vorgeschlagene Alternativen auf ihre Eignung für das Lichtkonzept und bereite nachvollziehbare Entscheidungsgrundlagen vor.
Bemusterungen, Abstimmung von Einbaudetails und fachliche Kontrollen vor Ort. Ich erläutere die Anforderungen an die Lichtwerkzeuge und beurteile Änderungen mit Blick auf die Raumwirkung. Beim Einleuchten begleite ich die Ausrichtung der Leuchten sowie die Abstimmung von Dimmwerten und Lichtszenen.
04 · Zusammenarbeit
Ich bin Ihr persönlicher Ansprechpartner für die Lichtplanung. Je nach Aufgabenstellung erbringe ich die Leistungen selbst oder arbeite mit spezialisierten Fachpartnern zusammen.
Mit Architektur, Innenarchitektur und Elektroplanung stimme ich die gestalterischen und technischen Anforderungen ab. Die elektrische Umsetzung, die Programmierung der Steuerung sowie Lieferung und Montage werden mit den jeweils zuständigen Beteiligten koordiniert.
Meine Leistungen gliedern sich in den SIA-Planungsprozess ein. Zu Beginn vereinbaren wir Leistungsumfang, Planungsunterlagen und Zuständigkeiten, einschliesslich Weiterbearbeitung und Freigabe.
05 · Einblick in die Planung
Ein Raum, mehrere Nutzungen: konzentriertes Arbeiten, gemeinsames Essen, Gespräche und Veranstaltungen. Jede Nutzung stellt andere Anforderungen an das Licht. Gleichzeitig sollen die Bereiche als zusammenhängender Raum erlebbar bleiben.
Bevor ich Leuchten auswähle, kläre ich deshalb, was hier stattfinden soll. Welche Plätze sind fest eingerichtet, welche bleiben flexibel? Wo braucht es Licht zum Arbeiten, wo einen Akzent auf dem Tisch und wo eine weichere, ruhigere Atmosphäre?
In der Handskizze ordne ich den Bereichen unterschiedliche Lichtwirkungen zu: gerichtetes Licht auf Arbeits- und Tischflächen, diffuse Beleuchtung für ruhigere Zonen und vertikales Licht, das Wände und Raumgrenzen wahrnehmbar macht. Auch Lichtfarben, mögliche Stimmungen und das Zusammenspiel der Bereiche fliessen ein.
Dabei berücksichtige ich bereits die innenarchitektonischen Voraussetzungen. Möblierung und Deckenelemente beeinflussen beispielsweise, wo Stromschienen sinnvoll angeordnet werden können.
Im nächsten Schritt lege ich die geeigneten Lichtwerkzeuge und ihre Anordnung fest. Dabei wird für jede Nutzung geklärt, welche Anforderungen gelten und wo eine bewusst akzentuierte Beleuchtung sinnvoll ist. Die anschliessende Berechnung prüft das Konzept.
Das abgestimmte Konzept bildet die Grundlage für die weitere Ausführungsplanung und die Koordination mit der Elektroplanung.
06 · Simulation und Berechnung
Aus der Lichtidee entsteht ein konkretes Modell. Mit den vorgesehenen Lichtwerkzeugen lässt sich untersuchen, wie sich das Licht im Raum verteilt und welche Beleuchtungsstärken auf den relevanten Flächen erreicht werden. Je nach Projekt arbeite ich dafür mit spezialisierten Planungspartnern zusammen.
Die räumliche Simulation macht die geplante Lichtverteilung anschaulich. Falschfarben und Berechnungsflächen zeigen, wo Lichtschwerpunkte entstehen und wie sich Arbeitsflächen, Wände und Umgebungsbereiche unterscheiden.
Beleuchtungsstärke und Gleichmässigkeit beurteile ich auf den relevanten Bewertungsflächen. Für einen Arbeitsplatz ist die Beleuchtung der Arbeitsfläche entscheidend; der Mittelwert über den ganzen Raum reicht dafür nicht aus.
Neben der Lichtwirkung betrachte ich die Leistung der vorgesehenen Leuchten. Die spezifische Anschlussleistung setzt diese ins Verhältnis zur berechneten Fläche.
Die Werte unten beziehen sich auf den berechneten Planungsstand. Der tatsächliche Energieverbrauch hängt zusätzlich von Betriebszeiten, Dimmung und Steuerung ab.
Relux-Ergebnisübersicht, Ausgabe C vom 22.09.2025, S. 29 · Berechnung: ERCO Lighting AG. Projektbezogenes Planungsbeispiel, keine Messung im ausgeführten Raum.
07 · Planungsunterlagen
Damit das Planungsteam mit dem Lichtkonzept weiterarbeiten kann, braucht es präzise Unterlagen. Im CAD-Beleuchtungsplan werden Leuchtenpositionen, Masse und Typenzuordnungen auf der architektonischen Plangrundlage zusammengeführt.
Die Anordnung der Lichtwerkzeuge wird im Grundriss nachvollziehbar. Bemassungen unterstützen die Abstimmung mit Architektur, Innenarchitektur und Elektroplanung.
Eindeutige Positionsbezeichnungen verbinden den Plan mit den technischen Angaben der Legende und den weiteren Leuchtenunterlagen.
Plankopf und Revisionsstand kennzeichnen die Unterlage. Dateiformat und Planstruktur stimme ich mit dem Planungsteam ab, damit die Lichtplanung in die weitere Bearbeitung integriert werden kann, etwa über DWG und PDF.
Welche Aufgabe soll das Licht in Ihrem Projekt erfüllen, und wo stehen Sie in der Planung? Schildern Sie mir Ihr Vorhaben. Ich kläre mit Ihnen, wie ich Ihr Planungsteam sinnvoll ergänzen kann.
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